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Hexenbrett: Moderner Jenseitskontakt


Das aus Amerika stammende Hexenbrett, auch Ouija oder Witchboard genannt, erfreut sich vor allem in den letzten beiden Jahrhunderten immer größerer Beliebtheit. Das Hexenbrett wurde das erste mal im Jahre 1891 vom amerikanischen erfinder Elija Bond patentiert. Das Wort Ouija ist eine Zusammensetzung aus dem französischen Wort „Oui“ (Ja) und dem deutschen Wort „Ja“. Das Hexenbrett dient dazu, Kontakt mit dem Jenseits aufzunehmen, um so Antworten auf wichtige Fragen zu bekommen. Ein Hexenbrett hat unter anderem den Vorteil, dass man seine Antworten unmittelbar nach der Fragestellung erhält und für den Aufbau des Hexenbretts nicht viel Zeit benötigt wird.

Der Vorgang beim Hexenbrett

Um das Hexenbrett zu benutzen, bedarf es mindestens 2 Teilnehmern.Auf dem Hexenbrett befindet sich das Alphabet (ohne die Umlaute Ä, Ö, Ü), die Zahlen von 1- 9, sowie die Wörter "Ja" und "Nein" und "Hallo" und "Auf Wiedersehen". Jedes Hexenbrett hat eine Planchette, einen Zeiger, der nach Stellung der Frage die einzelnen Buchstaben, Zahlen oder Wörter anfährt und somit Antwort auf die gestellte Frage gibt. Bei einer Séance oder Sitzung mit dem Hexenbrett legen die teilnehmenden Personen die Fingerspitzen ihrer linken Hand auf die Planchette. Nun kann man die Geister rufen. Spürt man eine Bewegung der Planchette, so ist der Kontakt mit dem Jenseits hergestellt worden. Nun können die Teilnehmer dem Hexenbrett ihre Frage stellen.

Trefferquote beim Hexenbrett

Die Trefferquote beim Hexenbrett ist erstaunlicher Weise hoch; ihr zustande kommen lässt sich jedoch nicht erklären. Bei jeder Séance bzw. Sitzung bewegt sich die Planchette von Buchstabe zu Buchstabe und bildet so Wörter, die mit Sicherheit die gestellte Frage beantwortet. Allerdings kann es auch vorkommen, dass man bei einer Séance keine Antwort bekommt oder sie auf den ersten Blick keinen Sinn ergibt. Nun kann oder sollte man sich fragen, ob einem der Geist wirklich keine Antwort geben kann bzw. will oder dieser einfach nur in einer anderen Sprache oder mit Buchstabendreher antwortet. Man sollte sich also alle Buchstaben aufschreiben um so die Antwort notfalls noch einmal zu prüfen.

Gibt es Fragen, die man dem Hexenbrett nicht stellen sollte?

Natürlich gibt es beim Hexenbrett Fragen, die man nicht stellen sollte. Die wichtigste unter den Fragen, die nicht gestellt werden sollte ist die nach dem eigenen Todesdatum. Auch Fragen, die zur eigenen Bereicherung dienen, sollten ein Tabu sein. Zu ihenen gehört zum Beispiel die Frage nach den kommenden Lottozahlen oder anderen Fragen bezüglich Geldgewinn.

Können Geisteswesen die Zukunft vorhersagen?

Diese Frage lässt sich nicht klar beantworten und ist wohl eine der schwierigsten Fragen, die man sich stellen kann. Allerdings sollte man am Hexenbrett auf Fragen verzichten, die sich ganz klar auf die Zukunft beziehen.

Das Hexenbrett in unerfahrenen Händen

Die Befragung des Hexenbretts ist nichts für unerfahrene Hände. Auch sollte man das Hexenbrett nicht als Gesellschaftsspiel betrachten und sich aus der Nutzung einen Spaß machen.
Allgemein kann man sagen, dass das Hexenbrett nichts für psychisch labile Menschen ist. Es ist nicht selten vorgekommen, dass Menschen durch Antworten des Hexenbretts verrückt machen ließen. Ebenfalls gefährlich kann das Hexenbrett für Jugendliche ohne eine gefestigte Persönlichkeit sein, da die Antworten des Bretts sich zu sehr auf die Zukunft der Jugendlichen auswirken kann.

Das Hexenbrett und die Kritiker

Viele Kritiker des Hexenbretts sind der Meinung, dass sich die Planchette nur aufgrund von eigenen Muskelbewegungen bewegt. Diese Bewegungen entstehen dadurch, dass die Teilnehmer am Hexenbrett sich so sehr auf eine Antwort konzentrieren, sodass sie die eigene Bewegung nicht mehr wahrnehmen. Einige Antworten können auch aufgrund von eigenen Erinnerungen, an die man sich nicht mehr bewusst erinnern kann, auf dem Hexenbrett erscheinen. Ebenfalls soll die Stimmung der Gruppe am Hexenbrett die Antworten entscheidend beeinflussen.

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